Geschichte
1901 Bau einer pneumatischen Membranladenorgel in der neuen Kirche durch Carl Theodor Kuhn, Männedorf, mit 40 klingenden Registern und 2 Transmissionen auf 3 Manualen und Pedal (>Disposition). Winderzeugung über einen Wassermotor. 1908 Ersatz des Wassermotors durch ein elektrisches Gebläse. 1923 Erweiterung um 8 zusätzliche Register, u.a. einer Physhamonica 8'. Einbau von Oktavkoppeln und eines Registerschwellers. Umbau des Spieltisches (der bis 1982 in der Mitte vor der Orgel stand). Reduzierung des Winddruckes auf 95 bis 100 mmWS. 1930 Barockisierung und Erweiterung um 10 zusätzliche Register, gemäss damaliger Sicht der Orgelbewegung. Vermutlich wurde damals ein drittes Manual eingebaut. 1950 Ersatz des Quintbass 10 2/3' durch einen Gedecktbass 8'. 1960 Revision der Zungenregister. 1982 Die bisherigen Umbauten und Erweiterungen sind nicht lückenlos dokumentiert, die Orgel ist aber inzwischen auf 62 Register und 2 Transmissionen auf 3 Manualen und Pedal angewachsen und als Spielhilfen stehen 2 feste und eine freie Kombination zur Verfügung. Der Spieltisch wurde nach rechts verschoben und stand dann unmittelbar vor den Chor. Das Register Physharmonika 8' wird ausgehoben und eingelagert. 1983 Umbau und Erweiterung auf 72 Register durch Orgelbau Genf AG, Genève (>Disposition). Die Orgel wurde mit einem Schleifladen-Positiv und einem vierten Manual erweitert, Werkaufbau und Disposition können wie folgt charakterisiert werden: Manual I: Barockes Positiv. Manual II: Barockes Hauptwerk (bei romantischer Musik funktioniert das Hauptwerk wie ein Positiv einer Cavaillé-Coll-Orgel). Über dieses Manual werden auch die Register im alten Schwellwerk gespielt, wobei einzelne Soloregister (Flûte harmonique, Klarinette, Gambe und andere) ins Schwellwerk versetzt wurden. Manual III: Französisches Schwellwerk mit vollständigem Prinzipalchor. Manual IV: Romantisches Hauptwerk. übernimmt bei Barockmusik ganz oder teilweise die Pedalfunktion. Pedal: Enthält vorwiegend romantische Bassregister. 2004 Während der Kirchenrenovation wird der Spieltisch wieder an den ursprüngli- chen Standort in der Mitte vor der Orgel zurückversetzt. 2012 >Revision und Umbau durch Orgelbau Thomas Wälti, Gümligen.
Ref. Kirche St. Jakob, Orgel 1901 Zürich-Aussersihl ZH __________________________________ Typ: Traktur pneumatisch Registratur pneumatisch Windladen Membranladen Baujahr: 1901 Orgelbauer: Carl Theodor Kuhn, Männedorf Manuale: 3 + Pedal Register: 40 + 2 Transmissionen Manual I, C - g''', Hauptwerk Principal 16 ' Bourdon 16 ' Principal 8 ' Gamba 8 ' Bourdon 8 ' Flauto dolce 8 ' Salicional (Transmission) 8 ' Octave 4 ' Flöte 4 ' Octave 2 ' Mixtur V 2 2/3 ' Cornett V 8 ' Trompete 8 ' Manual II, C - g‘‘‘, Nebenwerk Bourdon 16 ' Geigenprincipal 8 ' Viola 8 ' Gedeckt 8 ' Dolce 8 ' Flûte harmonique 8 ' Gemshorn 4 ' Traversflöte 4 ' Rauschquinte II 2 2/3 ' Clarinette 8 ' Manual III, C - g‘‘‘, Schwellwerk Lieblich Gedeckt 16 ' Salicional 8 ' Lieblich Gedeckt 8 ' Wienerflöte 8 ' Bourdon d'écho 8 ' Viola 8 ' Aeoline 8 ' Voix céleste 8 ' Oboe 8 ' Vox humana 8 ' Pedal, C - f' Principalbass 16 ' Violonbass 16 ' Subbass 16 ' Harmonikabass 16 ' Echobass (Transmission) 16 ' Cello 8 ' Octavbass 8 ' Posaune 16 ' Trompete 8 ' Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln III - II, III - I, II - I, III - P, II - P, I - P - 5 feste Kombinationen - 2 freie Kombinationen Stand: 1901
Infos: Sacha Rüegg, Organistin, Langnau am Albis Schwarzweissbilder: Kuhn AG, Männedorf
Galerie Galerie
Orgelprofil Ref. Kirche St. Jakob, alte Orgeln Zürich-Aussersihl ZH
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
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