Albert Knoepfli, W. Bienz, W. Tanner: Die Michaelskapelle Oetlishausen, Bischofszell 1948
Angelus Hux, Alexander Troehler: KlangRäume - Kirchen und Orgeln im Thurgau, Frauenfeld 2007, S. 364f.
St. Galler Tagblatt, 23.10.2013
Aktualisierung und Bilder 2023: Patrick Missirlian, Romainmôtier
Ref. Schlosskapelle
Hohentannen-Oetlishausen TG
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Typ:
Traktur
mechanisch
Registratur
mechanisch
Windladen
Schleifladen
Baujahr:
ca. 1780
Orgelbauer:
Johannes Tobler,
Rehetobel AR
(zugeschrieben)
Restauriert: 1967
Orgelbauer:
Kuhn AG, Männedorf
Manuale:
1
Register:
4
Manual I, C - c''' (ursprünglich kurze Oktave)
Gedeckt
8 '
Flöte
4 '
Principal
2 '
Mixtur I
1 1/3 '
Stand: 2023
1760
Kurz vor diesem Jahr soll in der Schlosskapelle bereits eine Orgel
vorhanden gewesen sein. Kinder sollen Anfang des 20. Jahrhunderts das
unspielbare Werk zerstört haben, wie aus der oben zitierten Schrift von
Albert Knöpfli hervorgeht:
"Damals sollen die Buben einen schwunghaften Handel mit stibitzten Orgelpfeifen
getrieben haben, die sich vorzüglich als Nistkästen für Vögel eigneten, und aus den
schafledernen Resten der Blasbälge liessen sich währschafte Geldsäckel herstellen."
Als Ersatz wird ein Harmonium beschafft.
1952
Die ref. Kirchgemeinde kauft bei Orgelbau Kuhn in Männedorf eine ehe-
malige Hausorgel, die als „Berner Orgel“ bezeichnet wird und 1786 vom
Emmentaler Orgelbauer Christian Schnyder, Obertrueb, erbaut worden
sein soll. Laut anderen Quellen soll es sich um eine „Bündner Orgel“ aus
Grüsch GR mit Baujahr um 1750 handeln.
1957
Revision und Sanierung der Spieltraktur durch Orgelbau Kuhn AG,
Männedorf.
1967
Restaurierung der Orgel durch Kuhn AG, Männedorf, mit Einweihung im
Mai. Die ursprüngliche farbige Fassung des Gehäuses wird nicht restau-
riert.
1974
und 1984 finden Revisionen durch Kuhn AG, Männedorf, statt.
2012
Die seit 1948 der ref. Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil gehörende
Kapelle wird dem damaligen Schlossbesitzer verkauft. Die Kirchgemeinde
behält ein Nutzungsrecht und finanziert eine weitere Orgelrevision.
2018
Das Schloss und damit die Kapelle wechseln ein weiteres Mal den
Besitzer.
2023
Der Musikwissenschafter Patrick Missirlian, Romainmôtier, untersucht das
Instrument und schreibt es aufgrund baulicher und stilistischer Merkmale
dem Appenzeller Orgelbauer Johannes Tobler (1720-1783) aus Rehetobel
AR zu.