1643
Die erste bekannte Orgel in dieser Kirche wird an den Schulmeister
verkauft, da die Gemeinde ein neues Instrument geschenkt erhält.
1723
Aufstellung einer neuen Orgel auf dem Lettner mit fünf Registern,
wahrscheinlich erbaut von Kaspar Radelmacher aus Weil am Rhein. In
der seit der Reformation paritätisch genutzten Kirche wird das Instru-
ment ausschliesslich im katholischen Gottesdienst verwendet.
1726
Orgelbauer Radelmacher fügt ein Pedal mit zwei Registern hinzu.
1831
Nachdem nun auch im reformierten Gottesdienst Orgel gespielt wird,
versetzt man das Instrument auf die Westempore.
1852
Bau einer neuen Orgel in einem neugotischen Gehäuse durch Josef
Braun, Spaichingen, mit 25 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Die
Vorgängerorgel wird nach Randegg (Niederösterreich) verkauft.
1891
Umfangreicher Umbau durch Max Klingler, Rorschach.
1935
Orgelbau Goll, Luzern, stellt hinter dem alten Prospekt eine Occasions-
orgel mit 27 Registern auf 2 Manualen und Pedal auf. Dieses pneumati-
sche Werk ist 1905 von Carl Theodor Kuhn für die Berner Pauluskirche
erbaut worden.
1967
Nach dem Bau der >kath. Kirche wird das Simultanverhältnis aufgeho-
ben.
1972
Im Anschluss an eine Gesamtrenovation der Kirche baut die Manufac-
ture d'orgues Curt Schwenkedel SA, Strasbourg-Koenigshoffen (F), eine
neue Orgel mit 32 Registern auf 4 Manualen und Pedal. Die im Prospekt
waagrecht („en chamade“) montierten Register Trompete und Clairon
haben kupferne Becher. Sie werden von ihrem eigenen, vierten Manual
aus gespielt. Das Dispositionskonzept erinnert stark an die im gleichen
Jahr erbaute Orgel der >Stiftskirche Romainmôtier VD.
1974
Die Firma Schwenkedel stellt den Betrieb ein. Der Unterhalt wird neu
von Orgelbau Späth AG, Rapperswil, besorgt.
1995
Technische Teilrevision durch Späth AG, Rapperswil.
1997
Ersatz der grössten, zu dünnwandigen und deshalb instabil gewordenen
Prospektpfeifen. Weiter wird die Zusammensetzung der Pedalmixtur
verändert.
2016
Revision der Orgel durch Orgelbau Späth AG, Rüti ZH.
Ref. Stadtkirche
Diessenhofen TG
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Typ:
Traktur
mechanisch
Registratur
mechanisch
Windladen
Schleifladen
Baujahr:
1972
Orgelbauer:
Schwenkedel SA,
Strasbourg-Koenigshoffen F
Manuale:
4
+ Pedal
Register:
32
Manual I, C - g''', Rückpositiv
Gedackt
8 '
Principal
4 '
Nachthorn
4 '
Nazard
2 2/3 '
Octav
2 '
Terz
1 3/5 '
Scharf III
1/2 '
Krummhorn
8 '
Tremulant
Manual II, C - g''', Hauptwerk
Pommer
16 '
Principal
8 '
Rohrflöte
8 '
Octav
4 '
Octav
2 '
Mixtur III
1 1/3 '
Cornet V (ab f)
8 '
Manual III, C - g ''', Oberwerk (schwellbar)
Holzgedackt
8 '
Gedacktflöte
4 '
Blockflöte
2 '
Larigot
1 1/3 '
Octav
1 '
Vox humana
8 '
Schalmei
4 '
Tremulant
Manual IV, C - g''', Chamadewerk
Trompette
8 '
Clairon
4 '
Pedal, C - f'
Soubasse
16 '
Principal
8 '
Rohrflöte
8 '
Quinte
5 1/3 '
Weitprincipal
4 '
Mixtur V
2 2/3 '
Douçaine
16 '
Trompette
8 '
Koppeln, Spielhilfen:
-
Normalkoppeln I - II, III - II, IV - II,
IV - P, III - P, II - P, I - P
-
Absteller Pedalzungen
-
Absteller Pedalmixtur
Stand: 2012
Informationen: Angelus Hux, Alexander Troehler: KlangRäume - Kirchen und Orgeln im Thurgau,
Frauenfeld 2007, S. 134-137
Hauptbild: Christoph Hurni, Bern; Trompeten: Orgelmusik Pfäffikon, Organistenteam
Raumansicht: Rüdiger Maas, Kirchengalerie Rumabel, Anröchte D