Ref. Kirche, Chororgel
Gretschins (Wartau) SG
________________________________
Typ:
Traktur
elektrisch
Registratur
elektrisch
Windladen
Membranladen
Baujahr:
1985
Orgelbauer:
Hans Eggenberger,
Oberschan
Manuale:
1 + Pedal angehängt
Register:
6
Manual I, C - f'''
*
Bourdon
8 '
*
Dolce
8 '
*
Prinzipal
4 '
*
Flöte
4 '
Prinzipal
2 '
Larigot
1 1/3 '
*
= Kuhn 1908
Pedal, C - d'
an Manual angehängt
Stand: 2000
Valentin Vincenz, "Die Geschichte der Gretschinser Chororgel", in: Terra Plana, Sarganserländer Druck AG,
Mels, Nr. 1/2021, S. 3-8
Bilder: Privatarchiv
1981
Hans Eggenberger aus Oberschan, Elektroingenieur, Physiklehrer,
Organist und Chorleiter in Gretschins, beginnt mit dem Bau einer Chor-
orgel, mit der er seinen im Chorraum singenden Kirchenchor begleiten
kann. Er verwendet dazu Pfeifenmaterial der abgebrochenen Kuhn-
Orgel der >ref. Kirche Trimmis GR aus dem Jahr 1908. Die neue Chor-
orgel erhält elektrische Trakturen und ein einfaches Kastengehäuse.
1985
Nach 800 Stunden Arbeit in seiner Garage erhält Eggenberger die Er-
laubnis, das Instrument im Chor der Kirche aufzustellen. Gespielt wird
es vom mobilen, ehemals pneumatischen Kuhn-Spieltisch aus. Später
erweitert Eggenberger den Spieltisch der >Hauptorgel um ein drittes
Manual, von dem aus die Chororgel alternativ oder gemeinsam mit der
Hauptorgel erklingen kann.
2000
Im Hinblick auf eine Kirchenrenovation wird die Chororgel abgebaut
und zunächst eingelagert. Da die Denkmalpflege einen Wiedereinbau
ablehnt, wird das Instrument vernichtet.
2001
Im Rahmen einer Revision der Hauptorgel werden das dritte Manual
und die zusätzlichen elektrischen Registerwippen wieder entfernt.