St. Leodegar im Hof, Chororgel 1843/2003 Luzern LU ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1843 Umbau: 1853 Orgelbauer: Thomas Sylvester Walpen Restauriert: 2003 Orgelbauer: Kuhn AG, Männedorf Manuale: 2 + Pedal Register: 27 Manual I, C - f''' Principal (ab gis°) 16 ' Principal 8 ' Koppelflöte 8 ' Gambe 8 ' Alt Viol 8 ' Octave 4 ' Spitzflöte 4 ' Traversflöte 4 ' Mixtur V 2 2/3 ' Cornett V (ab cis') 8 ' Trompete 8 ' Manual II, C - f''' Principal 8 ' Lieblich Gedackt 8 ' Dolzean 8 ' - Bourdon 8 ' + Flöte (ab c°) 8 ' Octave 4 ' Flöte 4 ' Quinte 2 2/3 ' Flautino 2 ' Clarinette (durchschlagend) 8 ' Pedal, C - g° Prinzipalbass 16 ' Violonbass 16 ' Subbass 16 ' Octavbass 8 ' Violoncello 8 ' Octavbass 4 ' Bombarde 16 ' +/- Aenderung 1853 Sonderregister: Hofgeissen Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln II - I, I - P Stand: 2003
1472 Es existieren bereits zwei Orgeln in der Kirche. 1633 Ein Brand vernichtet die Kirche und die Orgeln. 1639 Bau der ersten von zwei Chororgeln (Epistelorgel) durch Johann Geissler, Schweinfurt/Luzern, mit 13 Registern auf einem Manual und angehängtem Pedal (>Disposition). 1642 Bau der zweiten Chororgel (Evangelienorgel) durch Johann Geissler, Schweinfurt/Luzern, mit 13 Registern auf einem Manual und Pedal (>Disposition). 1681 Ein Erdbeben beschädigt alle drei Orgeln. Reparatur der Erdbebenschäden an der Evangelienorgel durch den Organisten Johann Christoph Lechner, Luzern. 1697 Beseitigung der Erdbebenschäden an der Hauptorgel und an der Epistelorgel durch David Jakob Weidner, Augsburg. 1754 Reparaturen an allen drei Orgeln durch Johann Konrad Speisegger, Schaffhausen. 1768 Reparaturen an den beiden Chororgeln durch Viktor Ferdinand Bossart, Baar. Die Windladen werden abgedichtet und die Bälge erneuert. 1796 Reparaturen an den beiden Chororgeln durch Rudolf Schmidle, Dättikon. 1833 bis 1836: Reparaturen an den beiden Chororgeln durch Jakob Brunner, Ebikon. 1842 Verkauf der Evangelienorgel nach Greppen. Versetzung in die Kirche St. Wendelin in Greppen durch Jakob Brunner und Kaspar Zimmermann, Ebikon. 1843 Bau einer neuen Chororgel durch Thomas Sylvester Walpen, Luzern, mit 25 Registern auf 2 Manualen und Pedal. Die Orgel wurde ein Jahr später fertiggestellt als geplant, dafür hat Walpen zwei Register mehr eingebaut, als vorgesehen waren (>Disposition). Die Orgel hatte zwei Prospekte, einen gegen das Schiff und einen gegen die Chorempore. 1844 Die entbehrlich gewordene Epistelorgel wurde nach Isenthal UR verkauft. Versetzung der Orgel in die Kirche St. Theodul in Isenthal durch Johann Joseph Jauch, Altdorf. 1853 Reparaturen und Versetzung der Chororgel von der südlichen Chorempore unter den mittleren Chorbogen durch Thomas Sylvester Walpen, Luzern. Gleichzeitig hat Walpen den Bourdon 8’ im zweiten Manual durch eine Flöte 8’ ersetzt. 1863 Reparatur der Blasbälge der Walpenorgel durch Friedrich Haas, Luzern. 1867 Reparatur der Walpenorgel durch Johann Andreas Otto, Luzern. 1876 Reparatur und Reinigung der Walpenorgel durch Friedrich Haas, Luzern. 1911 Revision durch Orgelbau Goll & Cie, Luzern. 1941 Umbau und Erweiterung der Walpenorgel auf 34 Register durch Orgelbau Cäcilia AG (A. Frey), Luzern (>Disposition). 2003 Rekonstruktion der Walpenorgel auf den Zustand von 1853 durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. Das Instrument wurde anschliessend wieder am ursprünglichen Standort über dem Mariä-End-Altar sichtbar aufgestellt (>Disposition). Das Register "Hofgeissen" ist eine Reminiszenz an die früheren Sängerknaben der inzwischen aufgehobenen Stiftsschule St. Leodegar. Der Name wurde im Volksmund gebildet aufgrund des weissen Umhanges aus Ziegenfell, welche die Sängerknaben bei ihrem morgendlichen Kirchgang trugen.
Geschichte
Bericht zur Restaurierung: "Eine alte Orgel schöpft neuen Atem", Orgelbau Kuhn AG, Männedorf, 2003 (pdf-Datei) Schwarzweissbild: Hoforgel Luzern, Festprospekt 2006 Übrige Bilder: Orgelbau Kuhn AG, Männedorf
Der rückseitige Prospekt wurde durch Gitter ersetzt. rückseitiger Prospekt mit rückseitigem Spieltisch. Bild: Hoforgel Luzern, Festprospekt 2006.
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Orgelprofil Chororgel   Stiftskirche St. Leodegar im Hof Luzern LU