Historische Informationen: Orgeldokumentationszentrum der Hochschule Luzern Archivbilder: Orgelbau Goll AG, Luzern
Franziskanerkirche St. Maria in der Au, Lettnerorgel 1652 Luzern LU ____________________________________ Typ: Traktur mechanisch Registratur mechanisch Windladen Schleifladen Baujahr: 1652 Orgelbauer: Sebald Manderscheidt Manuale: 2 + Pedal Register: 18 Manual I, CDEFGA - c''', Rückpositiv ( geteilte Obertasten dis/es) Prinzipal 4 ' Blockflöte 4 ' Oktave 2 ' Manual II, CDEFGA - c''', Hauptwerk (geteilte Obertasten dis/es) Prinzipal 8 ' Secund Prinzipal 8 ' Fiffera (2' bis h°, 8' ab c') 8 ' Oktave 4 ' Flöte 4 ' Quintflöte 3 ' Superoktave 2 ' Quinte 1 1/2 ' Sesquialter 1 3/5 ' + 4/5 ' Quindez 1 ' Mixtur III 2 ' Schalmey (2' bis h°, 8' ab c') 8 ' Pedal, CDEFGA - d' (geteilte Obertasten dis/es) Subbass 16 ' Oktavbass 8 ' Grossposaune 8 ' Koppeln, Spielhilfen: - Manual-Schiebekoppel I - II - Pedalkoppel II - P Stand: 1652
1478 In der ehemaligen Klosterkirche hängt bereits vor 1500 eine Schwalbennestorgel eines nicht genannten Orgelbauers. 1554 Im Zusammenhang mit Umbauten am Langhaus wird die Schwalbennestorgel abgebrochen. 1594 Bau einer neuen Lettnerorgel durch P. Crispinus Heisslin, Ueberlingen, zusammen mit Wilhelm Hüsser, Willisau. 1622 Beschädigung der Orgel durch ein Erdbeben. 1629 Reparatur der durch ein Erdbeben beschädigten Orgel durch Thomas Schott, Bremgarten, der auch eine zweite, kleine Chororgel liefert. Der Hauptmann Laurentius Mayer stiftet bedeutende Summen für diese Arbeiten. 1652 Bau einer neuen Orgel mit Doppelprospekt (gegen Schiff und gegen Chor) auf dem Lettner durch Sebald Manderscheidt, Fribourg. Geplant sind zunächst 12 Register auf einem Manual und Pedal, es entsteht schliesslich ein Instrument mit 18 Registern auf 2 Manualen und Pedal (>Disposition). 1681 Bei einem erneuten Erdbeben bricht die Kirchendecke ein und beschädigt wiederum die Orgel. 1714 Die beschädigte Orgel soll erst jetzt von Leonhard Gottlieb Leu aus Augsburg repariert worden sein. 1734 Im Zuge der Barockisierung der Kirche wird der Lettner abgebrochen. Deshalb versetzt Josef Anderhalden, Sarnen, die Orgel auf die neu erbaute Westempore. 1766 Umbau durch Victor Ferdinand Bossart, Baar. 1790 Revision durch Joseph Maria Bossart, Baar. 1868 Bau einer neuen, mechanischen Kegelladenorgel durch Friedrich Goll, Luzern, mit 26 Registern auf 2 Manualen und Pedal (Opus 1, >Disposition). Das Rückpositiv wird stillgelegt, bleibt aber stehen. Der Unterbau der Orgel wird entfernt, um für den Kirchenchor mehr Platz zu schaffen. 1897 Revision durch Orgelbauer Friedrich Goll, Luzern. 1908 Revision durch Orgelbauer Friedrich Goll, Luzern, im Anschluss an eine umfassende Kirchenrenovation. 1919 Umbauten durch Orgelbau Goll & Cie, Luzern. Die Traktur wird pneumatisiert, ein elektrisches Gebläse eingebaut, ein neuer Spieltisch aufgestellt und die Orgel neu intoniert (Opus 490, >Disposition). 1927 Revision/Reparatur durch Goll & Cie, Luzern. 1931 Erneuter Umbau und Erweiterung auf 36 klingende Register durch Orgelbau Goll & Cie, Luzern. Um das rückwärtige Fenster frei zu bekommen, werden das Originalgehäuse und eine neu verfertigte Kopie beidseits des Fensters abgewinkelt aufgestellt. Das Rückpositiv bleibt weiterhin stumm. Die Disposition wird neu gestaltet unter Verwendung des noch vorhandenen Pfeifenmaterials von Sebald Manderscheidt. 1946 Bekämpfung von Holzwurmbefall durch Orgelbau Cäcilia AG (A. Frey), Luzern. 1988 Rekonstruierender >Neubau der Orgel unter Verwendung der historischen Gehäuseteile und des Pfeifenmaterials von Manderscheidt durch Orgelbau Goll AG, Luzern.
Geschichte Orgel 1733, nach Versetzung auf die Westempore
Raumansicht 1919 Gehäuse mit entferntem Unterbau, 1919 Orgel 1931
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Galerie Galerie
Orgelprofil  Franziskanerkirche, alte Hauptorgeln Luzern LU
Heim Heim Heim Heim
Änderungen Änderungen Änderungen Änderungen