Ref. Matthäuskirche, Orgel 1896/2004 Basel BS __________________________________ Typ: Traktur: pneumatisch Registratur: pneumatisch Windladen: Kegelladen Baujahr: 1896 Orgelbauer: Orgelbau E. F. Walcker, Ludwigsburg (D) Umbauten: 1905-2004 Orgelbauer: Diverse Manuale: 3 + Pedal Register: 41 Manual II, C - f''', Hauptwerk Principal 16 ' Bourdon 16 ' Principal 8 ' Doppel-Flöte 8 ' Gedeckt 8 ' Flauto amabile 8 ' Viola di Gamba 8 ' Octav 4 ' Fugara 4 ' Rohrflöte 4 ' Quinte 2 2/3 ' Octav 2 ' Mixtur IV - V 2 2/3 ' Cornett V (ab c°) 8 ' Trompete 8 ' Manual II, C - f''', Schwellwerk 1 Lieblich Gedeckt 16 ' Geigen-Principal 8 ' Bourdon 8 ' Wiener-Flöte 8 ' Salicional 8 ' Travers-Flöte 4 ' Gemshorn 4 ' Flageolet 2 ' Mixtur III 2 2/3 ' Clarinette (durchschl.) 8 ' Manual III, C - f''', Schwellwerk 2 Lieblich Gedeckt 8 ' Gemshorn 8 ' Aeoline 8 ' Voix céleste 8 ' Dolce 4 ' Oboë 8 ' Pedal, C - d' Principalbass 16 ' Violonbass 16 ' Subbass 16 ' Quintbass 10 2/3 ' Octavbass 8 ' Spitzflöte 8 ' Violoncello 8 ' Octavbass 4 ' Rohrflöte 4 ' Posaunenbass 16 ' Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln: III - II, III - I, II - I, III - P, II - P, I - P - 3 feste Kombinationen (MF, F, TT) - Registercrescendo (Tritt) - Piano Pedal (Manual II) - Piano Pedal (Manual III) - Tremulant, auf die Manuale II und III wirkend - Einzelabsteller für die Zungenregister Stand: 2018
1896 In der neu errichteten neugotischen Kirche baut Orgelbau E. F. Walcker, Ludwigsburg (D) eine röhrenpneumatische Kegelladenorgel mit 38 Registern auf drei Manualen und Pedal (>Disposition). In der Folge wird das Instrument immer wieder repariert und ver- ändert. 1905 Jakob Zimmermann, Basel, verbessert die Pneumatik der Manuale II und III und ersetzt Dolce 8‘ im Hauptwerk durch eine Fugara 4'. 1909 Hinzufügung von Quintbass 10 2/3' und Octavbass 4' auf einer neuen Taschenlade. 1920 Umfangreicher Umbau durch Orgelbauer Jakob Zimmermann, Basel: - Neues, elektrisches Gebläse, Einbau eines Registercrescendos. - 4 Einzelabsteller für die Zungenregister. - Pedal-Pianoschaltungen für die Manuale II und III. - Dispositionsänderungen: .. Posaune 16' im Pedal durch ein Zinkregister mit französichen Zungen und Kehlen ersetzt. .. Die Trompete 8' im Hauptwerk durch ein Zinkregister von Gieseke ersetzt. .. Ersatz der Harmonica 8' im II. Manual durch eine Viola 8'. .. Die durchschlagende Oboë 8' im III. Manual durch eine Oboe 8' mit aufschla genden Zungen und Bechern und Stiefeln aus Zink ersetzt. .. Hinzufügung einer Voix céleste 8' im III. Manual auf einer Zusatzlade. 1930 Reinigung, Revision und Neuintonation durch Orgelbauer Eduard Schäfer, Basel. 1940 Weitere Revision und Nachintonation durch Eduard Schäfer. Bei Holzpfeifen werden Stimmbleche durch Stimmschieber ersetzt, beim Cornett 8' Korkdichtungen durch Zinndeckel. Diverse Keilbälgchen und Membranen werden erneuert. 1951 Umbauten und Veränderung der Disposition durch Orgelbau Kuhn, Männedorf, unter Leitung des Experten Ernst Schiess, Bern: - Vier zusätzliche Druckknöpfe für die Kombinationen F, MF, TT sowie den Auslöser. - Einbau neuer Tritte für Koppeln und Kombinationen. - Einbau einer zusätzlichen Frischwindstation für die Manuale II und III. - Die Mixtur 2 2/3' im Hauptwerk wird auf eine Mixtur 2' ohne Terz umgestellt. - Viola 8' im II. Manual wird durch ein Flageolet 2' ersetzt. - Die Mixtur 2 2/3' im II. Manual wird auf eine Mixtur 1 1/3' ohne Terz umgestellt. - Harmonicabass 16' im Pedal wird durch einen Echobass 16' ersetzt. - Violoncello 8' im Pedal wird zu einer Rohrflöte 4' gekürzt. - Neuintonation mit Abschwächung des dominanten Hauptwerks. 1962 und 1974: Revisionen durch Orgelbau Kuhn AG, Männedorf. U. a. werden 700 Keil- bälgchen und 300 Membranen ersetzt. 2004 Im Anschluss an eine Innenrenovation der Kirche restauriert Eduard Müller, Bottmingen BL, die Orgel mit folgenden Änderungen der >Disposition: - Im Pedal wird das Violoncello 8' anstelle des nachträglich eingebauten Echobasses 16' wieder eingefügt. - Die Mixturen werden in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt: die Haupt- werksmixtur 2' wieder auf 2 2/3' und im II. Manual die Mixtur 1 1/3' wieder auf 2 2/3'. 2014 Die Matthäuskirche geht von der ref. Kirchgemeinde Kleinbasel an die Bau- und Ver- mögensverwaltung der evang.-ref. Kirche des Kantons Basel-Stadt über. Die Kirche wird seither weiterhin punktuell für kirchliche und soziale Anlässe genutzt, es finden aber keine regulären Sonntagsgottesdienste mehr statt. Der grösste Teil des Instrumentes ist im Turm hinter der Emporenwand untergebracht. Das zweite und das dritte Manual befinden sich im gleichen Schwellkasten, und auch der Tremulant wirkt auf beide Werke. Früher wurde der Wind über einen Drehstrommotor erzeugt. Das Hand- rad für dessen Inbetriebsetzung ist noch vorhanden. Heute wird der Wind über ein normales elektrisches Gebläse erzeugt.
Informationen: Dieter Stalder †, Organist Matthäuskirche, Liestal, und Rudolf Bruhin †, Konsulent EKD, Basel Hauptbild: Wikimedia, Luca-bs, CC BY-SA 3.0 ; übrige Bilder: Peter Fasler †, Basel
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Orgelprofil Ref. Matthäuskirche Basel BS