1893 Die erste in Bern ausserhalb der Altstadt errichtete Kirche erhält eine mechanische Kegelladenorgel von Friedrich Goll, Luzern, mit 16 Re- gistern auf 2 Manualen und Pedal (Opus 119, >Disposition). Das Instru- ment steht vorn in der Kirche auf einem Lettner, der die Kanzel trägt. 1908 Hinter der Kanzelwand wird an die Kirche ein Konfirmandensaal in der Form einer Chorapsis angebaut. 1917 Orgelbau Goll, Luzern, baut die Orgel auf pneumatische Taschenladen um und erweitert sie auf 3 Manuale (Opus 464, >Disposition). Von den vorgesehenen 45 Registern sind nur 33 eingebaut, die restlichen 12 sind erst vorbereitet. Um Platz für das zusätzliche Pfeifenwerk zu schaffen, wird der Prospekt von 1893 mit Holzgittern bis zu den Seitenwänden verbreitert. 1927 Orgelbau Goll AG, Luzern, erweitert die Taschenladenorgel am gleichen Standort ein zweites Mal, nun auf 45 Register und 4 Transmissionen auf 3 Manualen und Pedal (Opus 593, >Disposition). 1953 Umgestaltung der Kirche: Um die Chorapsis öffnen zu können, werden die Kanzelwand und die alte Orgel abgebrochen. Goll stellt das Instru- ment zwei Jahre später in der neu errichteten >kath. Kirche Christ-Roi in Freiburg auf. 1954 Orgelbau Goll AG, Luzern, baut auf der Empore über dem Haupteingang eine neue, elektropneumatische Schleifladenorgel mit 38 klingenden Re- gistern auf 3 Manualen und Pedal (>Disposition). 1964 bis 2002 wirkt der Komponist Hans Eugen Frischknecht als Organist. In seiner Amtszeit wird die Orgel mehrmals von Orgelbau Goll AG, Luzern, verändert, namentlich in der Intonation und in der Disposition. 2026 Die Orgel wird weiterhin von Orgelbau Goll AG, Luzern, gewartet. Wegen der im kommenden Jahr bevorstehenden Aufgabe der Kirche durch die ref. Kirchgemeinde ist der Unterhalt jedoch auf ein Minimum reduziert.
Geschichte
Raumansicht mit offenem Chor nach Entfernung des Lettners. Orgel 1917, Goll & Cie, Luzern, pneumatisch, Taschenladen, III/33 Orgel 1927, Goll & Cie, Luzern, pneumatisch, Taschenladen, III/45 Orgel 1893, Friedrich Goll, Luzern, mech. Kegelladen, II/16. Die seitlichen Erweiterungen mit Holzgittern entsprechen dem Zustand von 1917.
Infos und Bilder historische Goll-Orgeln: Bernhard Hörler, Dietikon, aus «Monografie Orgelbauerdynastie Goll», 2020 Aktualisierung und Farbbbilder 2026: Dr. François Comment, Burgdorf
Ref. Johanneskirche, Hauptorgel 1954 Bern BE ____________________________________ Typ: Traktur: elektropneumat. Registratur: elektropneumat. Windladen: Schleifladen Baujahr: 1954 Einweihung: 25. Dezember 1954 Orgelbauer: Goll AG, Luzern Manuale: 3 + Pedal Register: 38 + 3 Transmissionen + 2 Verlängerungen Manual I, C - g''', Hauptwerk Bourdon 16 ' Principal 8 ' Bourdon 8 ' Oktave 4 ' Rohrflöte 4 ' Superoktav 2 ' Mixtur IV - VI 2 ' Dulcian 16 ' Trompete 8 ' Manual II, C - g''', Positiv Gedackt 8 ' Quintatön 8 ' Principal 4 ' Blockflöte 4 ' Oktav 2 ' Larigot 1 1/3 ' Oktav 1 ' Mixtur IV 1 ' Krummhorn 8 ' Tremulant Manual III, C - g''', Schwellwerk Rohrflöte 16 ' Principal 8 ' Rohrflöte (Verlängerung) 8 ' Salicional 8 ' Oktave 4 ' Nachthorn 4 ' Quinte 2 2/3 ' Flageolet 2 ' Terz 1 3/5 ' Scharf IV - VI 1 1/3 ' Trompete harm. 8 ' Oboe 8 ' Clairon 4 ' Tremulant Pedal, C - f' Principalbass 16 ' Subbass 16 ' Gedecktbass (Transmiss.) 16 ' Principal (Verlängerung) 8 ' Spillflöte 8 ' Gedeckt (Transmission) 8 ' Oktav 4 ' Kleingedeckt (Transmission) 4 ' Mixtur V 4 ' Posaune 16 ' Trompete 8 ' Schalmei 4 ' Koppeln, Spielhilfen: - Normalkoppeln III - II, III - I, II - I, III - P, II - P, I - P - Superoktavkoppel III - P - 2 freie Kombinationen - 1 feste Kombination (Tutti) - Registercrescendo - Absteller Koppeln aus Tutti und Crescendo - Ansteller Crescendo, Manual 16', Zungen HW, SW, Ped Mixturen HW, Pos, SW, Ped - Einzelabsteller für alle Zungen Stand: 2026
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Orgelprofil  Ref. Johanneskirche, Hauptorgel Bern BE
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