Ref. Kirche, Orgel 1968 Zurzach AG ____________________________________  Typ:	Traktur	mechanisch 	Registratur	mechanisch  	Windladen	Schleifladen   Baujahr:	1820 Orgelbauer:	Franz Josef Remigius 	Bossart, Baar Rekonstruiert:	1968 Einweihung:	27. Oktober 1968 Orgelbauer:	Mathis AG, Näfels  Manuale:	2	+ Pedal Register:	29  Manual I, C - f''', Rückpositiv    a	Koppel	8 ' 	Prinzipal	4 '    a	Flûte dous	4 ' 	Quintflöte	2 2/3 ' 	Flageolet	2 ' 	Cymbel  III - IV	1 ' - 1989	Regal                            	16 ' +1989	Regal 	8 ' +1989	Tremulant  Manual II, C - f''', Hauptwerk    a	Prinzipal	8 '    a	Bourdon	8 ' 	Spitzflöte	8 '    a	Gambe	8 ' 	Suavial (ab c', schwebend)	8 '    a	Oktave	4 '    a	Hohlflöte	4 '    a	Quinte	2 2/3 '    a	Superoktave	2 ' 	Terz	1 3/5 ' 	Sesquialter	1 1/3 ' 	Larigot	1 1/3 ' 	Mixtur  III	2 ' 	Cornett (ab c')	8 ' 	Fagott (C - h°)	8 ' 	Krummhorn (ab c')	8 ' 	 Pedal, C - f'    a	Subbass	16 ' 	Oktavbass	8 ' 	Rohrgedackt	8 ' 	Oktave	4 ' 	Rauschpfeife  III	2 2/3 ' 	Trompete	8 '     a = 	Register ganz oder teilweise 	von Bossart (1820)  Koppeln, Spielhilfen:     -	Normalkoppeln I - II, II - P, I - P     -	Prinzipalpleno an/ab     -	Absteller für Zungen, Mixturen   Stand:  2001
1820 Franz Josef Remigius Bossart, Baar ZG, baut für die Kirche des Kollegiatsstifts (Verenamünster) eine Orgel mit Rückpositiv. Die Originaldisposition ist nicht mehr bekannt, in den Quellen sind unterschiedliche Dispositionen überliefert, von 16 bis zu 24 Registern. 1884 Friedrich Goll, Luzern, baut auf der umgebauten Empore im Verenamünster eine neue Orgel. Die Bossart-Orgel wird auf die Ostempore der ref. Kirche Zurzach versetzt. Dabei werden folgende Veränderungen vorgenommen: Das Rückpositiv wird nicht aufgebaut, die Windlade mit 5 Schleifen wird in den hinteren Teil des Hauptgehäuses versetzt. Die Schleifladen von Bossart werden übernommen, ausser für das Pedal, für welches Goll eine neue Kegellade baut. Hauptgehäuse und Pedaltürme werden verkürzt. Die Prospektpfeifen werden teilweise gekröpft. Die vier oberen kleinen Pfeifenfelder (Suavial 8‘) werden entfernt. Neuer, freistehender Spieltisch mit neuer Spiel- und Registertraktur. Neue, braun maserierte Fassung des Gehäuses. Von Bossart bleiben erhalten: Das gekürzte und übermalte Gehäuse. Die Windladen des Hauptwerks und des Rückpositivs. Pfeifenmaterial von Bossart mit eingravierten Tonbezeichnungen. Die Orgel besitzt nach diesem Umbau 16 Register auf 2 Manualen und Pedal (Opus 28, >Disposition). 1968 Damit die Bossart-Orgel im mutmasslichen Originalzustand rekonstruiert werden kann, wird die Ostempore umgebaut. Die Rekonstruktion besorgt Orgelbau Mathis AG, Näfels GL. Gehäuse und Prospekt werden den ursprünglichen Proportionen gemäss wieder vergrössert und die Suavial-Pfeifenfelder wieder eingebaut. Dazu kann z.T. im Pfarrhaus eingelagertes Schnitzwerk verwendet werden. Das Rückpositiv wird rekonstruiert. Die Windladen von Hauptwerk und Rückpositiv müssen wegen Holzwurmbefalls ebenfalls erneuert werden. Spiel- und Registertraktur werden neu angelegt. Das erhaltene Pfeifenwerk von Bossart kann weiterverwendet werden. Der Originaldisposition des Rückpositivs mit ehemals fünf Registern werden zwei weitere Stimmen hinzugefügt. Das Pedal wird neu konzipiert, da vom ursprünglichen Bestand nur ein Teil des Subbasses erhalten ist (>Disposition). 1989 Revision durch Mathis AG, Näfels GL. Im Rückpositiv wird ein Tremulant eingebaut, und das Regal wird von der 16'- in die 8'-Lage versetzt.
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Hauptbild sowie Bilder 3 und 4: M. Tanner, Ref. Kirchgemeinde Zurzach; Bild 2: Dr. François Comment, Burgdorf Broschüre „Orgeleinweihung in der ref. Kirche Zurzach, Sonntag, den 27. Oktober 1968“, Zurzach 1968 Infos und Bild Goll-Orgel: Bernhard Hörler, Dietikon, aus «Monografie Orgelbauerdynastie Goll», 2020
Geschichte
Bossart-Orgel 1820, Umbau Goll 1884
Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Orgelprofil Ref. Kirche Zurzach AG
noch in Bearbeitung